Mobilfunkausbau im Gemeindegebiet

Im Gemeindegebiet Bindlach sind derzeit zwei neue Mobilfunkstandorte in Planung. Die Gemeinde informiert frühzeitig über den aktuellen Stand, die vorgesehenen Standorte und den weiteren Ablauf.


1. Neuer Mobilfunkstandort im Bereich Theta/Euben
Im Bereich „Staudn“ besteht weiterhin eine unzureichende Mobilfunkversorgung. Betroffen sind insbesondere Theta, Forkenhof, Haselhof und die umliegenden Bereiche der ehemaligen Gemeinde Euben.


Seit dem Jahr 2024 laufen Gespräche mit der Telekom über eine Verbesserung der Mobilfunkversorgung. Nach einer internen Bedarfsprüfung legte die Telekom Anfang 2025 einen Suchkreis für einen neuen Mobilfunkstandort fest. Über die Planungen wurde bereits bei den Bürgerversammlungen und Bürgergesprächen in den Jahren 2025 und 2026 informiert.

 

Mobilfunk_Alt

 

Standortsuche und weiterer Planungsverlauf

Im Rahmen der Standortsuche führte die Telekom Gespräche mit Grundstückseigentümern. Zudem erfolgten Abstimmungen mit dem Landratsamt Bayreuth über mögliche Standorte und bestehende Ausschlussgründe, insbesondere aufgrund des Landschaftsschutzgebietes. Für einen zunächst vorgesehenen Standort innerhalb des Suchkreises konnte eine Einigung mit dem Grundstückseigentümer erzielt werden.


Im weiteren Planungsverlauf stellte sich jedoch heraus, dass dieser Standort wirtschaftlich nicht realisierbar ist. Allein die Herstellung des erforderlichen Stromanschlusses hätte Kosten von mehr als 100.000 Euro verursacht. Daraufhin wurden weitere Flächen untersucht und die Standortsuche in Richtung Theta verlagert.

 

Mittlerweile wurde östlich von Theta ein neuer Standort gefunden. Mit dem Grundstückseigentümer konnte ebenfalls eine Einigung erzielt werden. Nachdem der Vorhabenträger die Veröffentlichung freigegeben hat, kann die Gemeinde nun über den aktuellen Planungsstand informieren. Vorgesehen ist die Errichtung eines etwa 50 Meter hohen Mobilfunkmastes. Nach derzeitigem Stand ist eine Umsetzung frühestens im Jahr 2028 möglich. Ein genauer Zeitplan sowie der Zeitpunkt der Einreichung des Bauantrags stehen derzeit noch nicht fest.

 

Maststandort

 

Baurecht, Sicherheit und Immissionsschutz
Mobilfunkmasten für die öffentliche Versorgung sind im Außenbereich grundsätzlich baurechtlich privilegiert. Die Gemeinde wird im Genehmigungsverfahren beteiligt, ihre Einflussmöglichkeiten sind jedoch gesetzlich begrenzt. Die abschließende baurechtliche Prüfung und Entscheidung obliegt dem Landratsamt Bayreuth.


Für den Betrieb einer Mobilfunkanlage sind die gesetzlichen Anforderungen zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern einzuhalten. Die Bundesnetzagentur erteilt eine Standortbescheinigung nur, wenn sie feststellt, dass außerhalb des kontrollierbaren Bereichs keine Überschreitung der maßgeblichen Grenzwerte auftritt.


Eine möglichst durchgehende Mobilfunkversorgung ist gerade im ländlichen Raum nicht nur für Telefonie und mobile Datennutzung wichtig. Sie dient auch der öffentlichen Sicherheit, damit insbesondere in Notfällen zuverlässig Hilfe gerufen werden kann.

 

2. Neuer Mobilfunkstandort an der A9
Zur weiteren Verbesserung der Mobilfunkversorgung ist auch entlang der Bundesautobahn A9 ein neuer Mobilfunkmast geplant. Er befindet sich unmittelbar westlich der A9, südlich des Griesbrückenwegs, im Bereich zwischen dem gemeindlichen Bauhof und der Autobahn.

 

Geplant ist ein etwa 30 Meter hoher Stahlgittermast. Der neue Standort soll insbesondere die Mobilfunkversorgung und Netzstabilität im angrenzenden Abschnitt der A9 verbessern und den weiteren Ausbau des 5G-Netzes unterstützen.

 

Leistungsfähige Mobilfunkverbindungen entlang der Autobahnen gewinnen unter anderem für zuverlässige Navigation, aktuelle Verkehrsinformationen sowie für künftig stärker automatisierte Fahrzeuge zunehmend an Bedeutung.

 

Die Umsetzung ist nach heutigem Stand für die Jahre 2026/2027 vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt hängt vom weiteren Planungs- und Genehmigungsverfahren ab.

 

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Der aktuelle Planungsstand sowie die vorgesehenen Standorte wurden dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 27. Juli 2026 vorgestellt. Der Gemeinderat hat die Planungen eingehend und kritisch beraten sowie verschiedene Fragen zur Standortwahl, zu den vorgesehenen Masthöhen und zu möglichen Alternativen aufgeworfen. Die Gemeindeverwaltung steht hierzu weiterhin im Austausch mit der Telekom und wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens informieren.